Die etwas andere Chronik von Aulhausen

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Früher oder später interessiert sich wohl jeder einmal für die geschichtliche Entwicklung seiner Heimat. Auch uns packte es! Aber muss alles geschichtliche immer so langweilig sein, dass einem beim Lesen vor Trockenheit die Augen zustauben? (...das Saaandmänchen kommt bald...) Nö! Und deshalb haben wir die Fakten ein bißchen humoristisch aufbereitet. Da wir trotzdem mit allem nötigen Respekt ans Werk gingen, sollte sich niemand auf den Schlips getreten fühlen.

Und jetzt viel Spass mit unserer Chronik, die mittlerweile bis ins Jahr 2008 fortgeführt wurde!

Letzte Überarbeitung: 08.11.2011

806

 

Haltet Euch fest, die Wenden war'n es. Sie brachten das Töpferhandwerk nach Aulhausen. Karl der Große schnappte sich sich ein paar von den Slawen und setzte sie im jetzigen Aulhausen an den Eichbach (ugs. Pissbach). Damals war hier noch nicht so viel los, also packten sie ihren Ton aus und veranstalteten die ersten Töpferscheibenschnelldreh- wettbewerbe. Aus dieser Zeit stammt das nachfolgende Fragment altdeutscher Liedkunst.

Jo, Alder: Karl der Große, alter Recke/ macht die Wenden schnell zur Schnecke/ schickte sie nach Auli dann, wo sie fingen zu töpfern an.

983

 

Unglaublich aber wahr, die ebsch Seit übernahm den Rheingau! Das Erzbistum Mainz war so dreist, von den Aulhausern für Ton und Holz aus dem Kammerforst auch noch Geld zu verlangen. Später gab der Rüdesheimer Adel den (Achtung Wortspiel) Ton an.

1108

 

Lobet und preiset den Erzbischof Ruthard. Aulhausen (damals noch als "Husin" bekannt, weil man seeehr schreibfaul war) wurde erstmals urkundlich erwähnt als der Gute einfach einen Aulhauser Weinberg an das Kloster Disibodenberg an der Nahe verschenkte.

1180

 

Der Mainzer Erzbischof befreite das von Lorcher Adeligen gestiftete Zisterziennserinnen-Kloster Marienhausen von der Vogtei des bösen, bösen Rüdesheimer Ritters Giselbert.

1228

 

Die Schreibfaulheit der Aulhauser nahm ab. Ausserdem wollten sie mit Latein protzen (Ulla aus dem lat. = Topf.) und man fand, dass der Name "Ulenhausen" zeitgemäßer wäre. Deshalb beauftragte man eine grosse Werbeagentur damit, sich einen "griffigen" Slogan aus dem Kettenhemd zu schütteln:

Husin heisst jetzt Ulenhausen, sonst ändert sich nix!

Soviel zum Thema Copyright.

1352

 

Das Kloster Marienhausen legte sich 500 Schafe zu. Ein Haufen Zeugs, aber wohin damit? Auf den Gaulskopf! Gesagt, getan. Eine Horde Zisterziennserinnen überfiel den örtlichen Baumarkt und kurz darauf entstand der Schafhof.

1401

 

Der Aulhauser Dom wurde in irgendeinem Schriftstück erwähnt. Für alle, die es genau wissen wollen: Es handelte sich um eine spätgotische Kapelle von der aber heute nix mehr übrig ist.

 1525

Zur Zeit des Bauernkrieges umfasst "Ulnhusen" 23 Herdstellen, sprich Familien.

1560

 

Aus den 500 Schafen von 1352 sind wohl ein paar mehr geworden, denn die Zisterziennserinnen scheinen den Überblick verloren zu haben. "Der Jungfrauen Hämmel" (bitte mal auf der Zunge zergehen lassen) fand man man auf dem Rüdesheimer Ebental beim Weiden. Und die Strafe für Falschparken von Viehzeug lag bekanntlich bei einem Thaler.

1603

In Auli werden 12 Häuser gezählt, was auf eine Einwohnerzahl von ca. 30 bis 40 schließen lässt.

1647

 

Aus der Strafe von vor 87 Jahren hat man offensichtlich nichts gelernt: Schon wieder fressen sich ein paar Zisterziennserhämmel durch fremde Weiden auf dem Ebental. Diesmal wurde kurzer Prozess gemacht, ein Hammel zur Strafe gevierteilt (das hat er sich bestimmt zu Herzen genommen) und an die Kapuziner, die Feldschützen und die Wachen vom Weißenturm verteilt.

1663

 

Lehnsbrief für Heinrich Brömser von Rüdesheim:

"Ulner, die zu Ulnhusen wohnen, als vor Zeiten gewohnt haben, sollen ihm von jedem Rad eine Mark geben und auch Krüge und Düppen genug, alle Hochzeit geben ins Haus und dieselben Ulner sollen auch das Recht haben, liegend windfällig Holz und Hainbuchen zu fällen in dem vorgeschriebenen Forst."

Waren schon arme Schweine, die Ulner, oder?

1671

 

Echte Töpfer brauchen eine Zunft! Heinz Eckert und Jacob Rein wussten das auch und taten sich mit ihren Kollegen aus Geisenheim (owei!) zusammen. In einem Brief an den Mainzer Erzbischof baten sie um Erneuerung der ollen Zunftordnung von 1615. Ob sie wussten, dass sie damit die ersten, namentlich bekannten Auli-Töpfer wurden?

1687

In Auli gibt es nur noch 9 Herdstellen. Vermutlich gab es einige Todesfälle durch die Pest, die auch der Grund für die Krufter Wallfahrt ist.

1688

 

Aulhausen durfte sich ab sofort selbst verwalten, war aber bis zum Ende der kurmainzischen Zeit abhängig ... - nein, nicht vom Töpfern, sondern von Rüdesheim. Zum Heiraten mußten und müssen die Aulhauser immer nach Rüd.

1740

 

Die Töpfer durften jetzt ihren Ton vom Grundstück des Heinrich Brömser holen, das in der Nähe des bereits erwähnten Schafshofs lag. Die Schafe konnte man links liegen lassen, denn die grasten ja bekanntlich wo ganz anders.....

 1767

 Es geht wieder aufwärts mit Auli: Man zählt 84 Einwohner! Wow!

 1779

Folgende Handwerker gibt es inzwischen:
8 Häfner (Töpfer)
1 Bäcker
1 Müller
3 Schuster (wahrscheinlich gabs viel Frauen....)
1 Schneider

ca. 1800

Nix genaues waas mer nit

   

Nix gegen Frauen, aber von Hämmeln hatten die damals überhaupt keine Ahnung! Im Zuge der Emanzipation hat sich das bis heute ja zum Glück geändert.... Dies trifft sowohl auf die vier- als auch auf die zweibeinigen Hämmel zu!

Auf jeden Fall schickte das Kloster Marienhausen einen sogenannten oder auch "Fachmann" auf den Hof. Aber warum musste das ausgerechnet ein Preeschberjer sein??? (Für Auswärtige: Einwohner einer Höhengemeinde weit hinter den sieben Bergen... ihr wisst schon).

Bürger Jakob Bremser gefiel es bei uns so gut, dass er eine Familie gründete, die sich später Brömser nannte und mehrere Generationen lang die Marienhäuser Schafe vom Ebental fernzuhalten hatte.

1803

 

Nach der Verstaatlichung des Klosters (Klugscheißern auch bekannt als Säkularisation) fiel es samt Schafhof an den Herzog von Nassau. Wohin es die Schafe dann zog, werden wir wohl nie erfahren. Mäh!

1811

 

Baron von Zwierlein aus Geisenheim, der den Besitz inzwischen gekauft hatte, verpachtete den Schafhof mit allem drum und dran an Jakob Brömser und Georg Pfeiffer.

bis 1812

 

Das Himmelfahrtsprozessionskommando scheuchte die Gutgläubigen über Assmannshausen und Marienhausen nach Nothgottes! Freiwillige vor, oder wäre das nicht ein schönes Vatertagstourche???

1816

 

Jubel! Aulhausen kriegte sein erstes Ortssiegel!!! Drauf war natürlich die Dorfkirche.

1818

 

In weiser Voraussicht ( wohl in Hinblick auf nachkommende Ahnenforscher), wurden erstmals neben den Namen auch die Berufe der Einwohner in die Kirchenbücher eingetragen.

Wußtet Ihr, dass Retzels vier Generationen lang begnadete Töper waren? Nein? Jetzt schon!

Und da waren noch die Reutershahns, Webers und Brechs, ein Johann Braun, Matthäus Gotta, Nikolaus Mauer und -last but not least- Michael Schön.

Alle genannten Töpfer -mit Ausnahme von Michael Schön- sind , wie das in so kleinen Dörfern wohl üblich war, untereinander verschwistert, verheiratet, verschwägert, eben verwandt.

 1821

 Aulhausen hat 240 Einwohner!

 1850

Das Dorf verarmt zunehmend. Regelmäßig werden Felder, Gebäude und Grundstücke zwangsversteigert.

Jetzt werds ebbes genauer:

24. Juli 1873

 

Bei einem Unwetter mit Hagel und Gewitter schlug der Blitz in den Kirchturm der Pfarrkirche. Nachbarn löschten den Brand - erst den der Kirche, dann den eigenen.

20. Juli 1876

 

Erste Ausbaustufe der Rennstrecke Engerweg: Die Steine wurden entfernt, die Strecke mit Kies überschüttet. (Sind das etwa keine Steine???)

12. April 1879

 

Baron von Zwierlein hatte es wohl auch nicht mehr so dicke und vermietete seine Wohnungen in den Klöstern Nothgottes und Marienhausen.

13. Februar 1880 

In den Gemarkungen Rüdesheim, Assmannshausen und Aulhausen wird (sich) kräftig vermessen: Die Regierung gab einer Gesellschaft aus Köln die Genehmigung zu Vorarbeiten für eine Bergbahn auf den Niederwald.

1881-1884

 

Industrielle Revolution in Aulhausen: Am 09.11.1881 erhielt Lewig II. von de ebsch Seit' die Konzession zum Bau einer Fabrik am Westausgang des Dorfes (Richtung Abbes). Bis 1884 werden Tonröhren und Steingutwaren bis zum (Z)Erbrechen hergestellt. Dann war Ende Gelände.

12. Mai 1885

 

Damit das Dorf samt Einwohnern nicht einschläft, forderten die Aulhauser, dass beim Bau der Zahnradbahn von Abbes zum Niederwald auch eine Haltestelle für Aulhausen geschaffen wird.

15. Juni 1888

 

Die Diözesan-Rettungsanstalt kaufte das ehemalige Kloster Marienhausen mit 500 Morgen Ackerland für 200.000 Mark. (Daher der noch heute bei der älteren Generation gebräuchliche Begriff: Oastalt)

6. Mai 1889

 

Rette sich wer kann! Die "Oastaltszööschling" komme! Generationen von nachfolgenden Eltern pubertierender Töchter verfluchten diesen Tag immer wieder.

2. August 1889

 

Warum auch immer, aber Baron von Zwierlein schenkte Marienhausen das alte Glöckchen und die Kirchenuhr vom ehemaligen Kloster Nothgottes.

1890

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ebenfalls 1890

Der Abbeser Rudolf König baute dem Auli Anton Reutershahn den letzten Brennofen von Aulhausen. Für technisch nicht Interessierte machen wir jetzt eine Werbepause zum Bier holen oder Klo gehen. Alle anderen bitte: Höchste Konzentration (so etwa ein bis drei Minuten lang):

Die Brennöfen waren fast alle hinter den Häusern in den Hang hinein gebaut, so daß sie je zur Hälfte unter- und oberirdisch waren. Die Wände waren gegen das Erdreich aufgemauert und mit Lehm verstrichen. Den Boden bildeten in die Erde gehauene Stufen. Der etwa drei bis vier Meter lange Brennraum war von dem zwei bis drei Meter langen Feuerraum durch eine bis drei gemauerte Säulen getrennt, deren Zwischenraum während des Brandes mit Scherben aufgefüllt wurde. Am Ende des Brennraumes befand sich eine herausnehmbare Rückwand aus luftgetrockneten Lehmziegeln. Die Decke des Ofens bestand aus Reihen von ineinandergesteckten, oben mit Lehm verstrichenen Wölbtöpfen. Die Wölbtöpfe dienten dazu, die Oberfläche zu vergrößern, um die Wärme länger zu halten.

 

Die "Gastwirschaftsdichte" ist in Aulhausen -verglichen mit den Nachbargemeinden- deutlich am höchsten! Während sich in Auli in den 6(!) Gasthäusern im Durchschnitt 64 Personen aufhalten können, müssen sich in Abbes 76uind in Rüd 82 Personen pro Gasthaus drängeln. Bei den Puhlschissern sind es sogar 129! Die hatte jo nix, die Puhlschisser, noch nit emo Wertschafte!!!

Wen wunderts da, dass der Antrag von Heinrich Strieth auf eine Schankerlaubnis wegen "fehlenden Bedarfs" vom Kreisausschuss abgelehnt wurde! Noch weniger wundert es uns allerdings, dass die Gemeinde die Genehmigung trotzdem erteilte! Unschuldig

 1891

Auli rüstet auf: Die erste "Postagentur" wird eingerichtet! Somit können die alten Buschtrommeln entsorgt werden.

1893

 

Der erste Direktor von Marienhausen, Matthäus Müller, gründete am Waldrand von Aulhausen das St. Vincenzstift als Heim für Lern- und geistig behinderte Kinder und Jugendliche.

 1901

 Und jetzt kommt auch noch ein Lebensmittelgeschäft hinzu!

1910

 

Dass die Aulhauser nie Millionäre wurden, (Betonung liegt auf "wurden", heute gibt's bekanntlich einige) lag an der Konkurrenz der Töpfer von "Dippehause" (Marienthal) und den reisenden Töpfern aus dem Kannenbäckerland. Die Töpfer gaben auf und der letzte Brennofen, Ihr wisst schon, der von dem Abbeser Rudolph König für den Auli Anton Reutershahn gebaut worn is, wurde zerstört.

Von nun an konzentrierte man sich auf Ackerzucht und Viehbau oder so ähnlich, und ganz besonders auf den Weinbau. Hier liegen die Wurzeln der heute so trinkfesten Einwohner.

Einwohnerzahl jetzt: 940! (Mit Marienhausen)

 1912

 "erhält der Unterverwalter Johann Bremser für die Bedienung des Bullen während der Sprunggeschäfte" jährlich 50 Mark an Vergütung.

....ja nee, is klar......!!!

4./5. Juni 1915

 

In der Nacht auf den 5. Juni brannte Marienhausen ab.

25. Nov. 1918

 

Unterhalb des Jagdschlosses auf dem Aulhauser Weg stürzte ein deutsches Flugzeug ab. Die Insassen wurden getötet.

15. Juni 1925

 

Das Jagdschloß auf dem Niederwald brannte ab. Es war Eigentum des Verbandes für deutsche Jugendherbergen und sollte wieder aufgebaut werden. Wurde es auch: Heute ist es eine Nobelherberge wo man lecker Mittachessen kann.

26. Juli 1926

 

Die Abbesser Firma Hufnagel pachtete das im Aufbau befindliche Jagdschloß.

Oktober 1927

 

Das Jagdschloß wurde fertiggestellt! Man war gerüstet für den Einfall der Touries.

1930

 

Nicht lachen, aber bis zu diesem Jahr gab es kein fließendes Wasser in Aulhausen! Man benutzte öffentliche Ziehbrunnen. Das musste sich ändern und so bekamen wir endlich (nach einer Typhusepidemie) unsere zentrale Wasserleitung! Und siehe da: Mit dem Wasser vom Fichtenkopf kamen auch die Touries, die nicht so auf den Rüdesheimer Rummel standen.

31. März 1930

 

Unterhalb der Rossel fand der Geologe Dr. Gallade Versteinerungen von kleinen Gängen, Trichter- und Höhlenbauten von Würmern und Muscheln wie man sie sonst im Watt der Nordsee findet. Wie, zum Teufel, ist das Zeug nur hierher gekommen?

5. Mai 1930

 

Die Straße von Rüdesheim zum Niederwald war vollkommen am Ende und konnte nur noch als Einbahnstraße genutzt werden. Das bedeutet, dass man ab sofort über die Sandallee Richtung Jagdschloss tuckern musste um von dort aus zum Denkmal zu kommen. Schöne Strecke.

29. Aug. 1932

 

Für Feuerwehrmänner: Die Gemeinden Rüdesheim, Eibingen, Assmannshausen und Aulhausen wollten eine "Motorspritze zur Brandbekämpfung" anschaffen. Standort sollte Rüdesheim sein.

 1933

Umbenennung in der Nazizeit.... Aus der Vincenzstraße wird die Adolf-Hitler-Straße" und aus der Hauptstraße die "von-Hindenburg-Straße". Später folgt dann noch der Lindenplatz, der plötzlich "Platz der SA" hieß.

1938

 

Das St. Vincenzstift wurde beschlagnahmt und die Ordensschwestern von der Gestapo rausgeschmissen. Dass sich diese Schwachköpfe damit nicht zufrieden gaben wissen wir alle...

29. Juni 1946

 

Eine polnische Bande erschoss Revierförster Hirschmann vom Forsthaus Kammerforst.

21. Juli 1948

 

Die Ministerpräsidenten ließen es sich auf dem Jagdschloß bei ihrer Konferenz gut gehen.

1957

 

Aulhausen erhielt das heutige Wappen, ein Krug belegt mit einem Mainzer Rad. Endlich mal ein vernünftiges Geschenk

25. Mai 1965

 

Der Anbau der Aulhauser Pfarrkirche wurde von Bischof Dr. Wilhelm Kempf eingeweiht.

Oktober 1966

 

Der Magistrat gab einem Aussiedlerhof auf dem Ebental seine Zustimmung. Die Geburtsstunde des Heckel-Imperiums.

15. Mai 1967

 

In der Nähe des Niederwalddenkmals errichtete Karl Gilles aus Aulhausen die Adlerwarte.

Oktober 1967

 

Auf den Eibinger Forstwiesen durfte gebohrt werden. Nicht in der Nase und auch nicht nach Öl. Wasser sollte es sein. Und es ward Wasser....

01. Okt. 1970

 

Es wächst zusammen was nicht zusammen gehört:

Aulhausen wurde mit Assmannshausen zusammengelegt.

Horror.

4. Sept. 1971

 

Das Ebental sollte zu einem "Schmuckstück von Rüdesheim" gemacht werden. Statt Wochenendhäusern wurden nur Gartenhütten und Geräteschuppen zugelassen.

Heute soll dort ein Golfplatz mit Riesenwochenendhaus und vielen Parkplätzen entstehen. Somit wären endlich wieder Hämmel auf dem Ebental....

22. Apr. 1972

Der Ponyhof sorgte für die Wahnsinnsattraktion: Rundflüge über das Binger Loch wurden ab diesem Tag angeboten. Seit dem haben unzählige Fluggäste Aulhausen aus der Luft kennen gelernt und werweißwieviele Kotztüten gefüllt.

22. Dez. 1975

Wieder mal eine Katastrophe auf dem Jagdschloß. Durch die Kälte kam es zu einem Wasserrohrbruch. Schaden ca. DM 500.000,-.

01.01.1977

Grosses Zähneknirschen in Aulhausen, Assmannshausen und Presberg: Feindliche Übernahme durch Big Brother Rüdesheim.

Die Assmannhäuser Kinder kommen aufgrund der Schließung ihres Kindergartens nach Aulhausen.

Das erste Aulhauser "Winzerfest" wird gefeiert!

 1980

Die Einwohnerzahl  beträgt mittlerweile 1457 Personen. Der Pfarrer, Pater Kruse, stellt fest, dass es in Auli ungefähr genauso viele Verheiratete wie "Menschen in eheähnlicher Gemeinschaft ohne Trauschein" gibt. Also wirklich! Sodom und Gomorrha!!!

 1984

Endlich kommt der Gasanschluss nach Aulhausen! Für 3,8 Mio. DM wird die Erdgasleitung von Geisenheim über Marienthal und die Windeck nach Auli verlegt.

 1986

Schluss mit "Aulhauser Dibbescheißer - Assmannshäuser Auslecker"! Abbes bekommt ein Klärwerk, dass auch Aulis Fäkalien entsorgt.

 1991

 Eine Ära geht zu Ende: Die letzten Salesianer verlassen nach 67 Jahren Marienhausen.

 1994

 Der ACC feiert erstmal sein "Bauernfest", Nachfolger des "Winzerfestes".

 1996

 Die Poststelle Aulhausen wird geschlossen.

 2001

 In Aulhausen gibt es 928 Katholiken, 301 Evangelen und 169 andersgläubige/religionslose Dorfbewohner.

 2005

 Die Einwohnerzahl ist auf 1204 gesunken.

 2007

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen von Auli wird der Heimatverein "Töpferdorf Aulhausen e.V." gegründet.

Auf einem städtischen Grundstück Hauptstraße/Ecke Mühlberg entsteht unter der Leitung von Henning Brömser der Nachbau eines Aulhauser Töpferofens. Der Heimatverein feiert dort jährlich mit seinen Mitgliedern an Sonnwend das "Ofenfest".

 2008

900 JAHRE AULHAUSEN!

Ein Dorf steht Kopf!  Anlieger der Hauptstraße öffnen ihre Höfe und Scheunen für Marktstände, altes Handwerk wird vorgeführt. Es findet ein Festumzug statt, der von Marienhausen bis zum Sportplatz führt. Das ganze Dorf ist auf den Beinen und platzt dank der vielen Schaulustigen aus allen Nähten! Bei Livemusik wird getanzt und gefeiert bis in die frühen Morgenstunden.

Sonntags vormittags findet auf dem Festplatz ein Gottesdienst mit dem ehemaligen Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, statt. Den ganzen Tag über gibt es Musik, Veranstaltungen und es wird gefeiert. Abends sorgen die "Lorcher Schlossbergmusikanten" für großartige Stimmung. Eine Überraschung hatten Anja und Markus Hoffmann noch im Gepäck, die sich als krönender und unvergesslicher Abschluss des Festes herausstellen sollte: Alle Gäste versammelten sich auf dem Sportplatz und entzündeten hunderte von Himmelslaternen und ließen diese gemeinsam in den Nachthimmel steigen. Wer da nicht ergriffen war, war kein echter Auli! Zwinkernd

 

Die offizielle Chronik von Aulhausen

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Im Juni 2008 erschien nach jahrelanger Recherche die "Chronik Aulhausen". Das 668 Seiten starke Werk kostet € 19,80 und ist erhältlich jeden Dienstag (außer in den Ferien) in der Kath. Öffentlichen Bücherei im alten Rathaus Aulhausen, Hauptstraße 47 sowie zu beziehen über den Heimatverein "Töpferdorf Aulhausen e.V.". In beiden Fällen genügt ein Anruf bei Anja Hoffmann, Tel. 06722 47647.

 

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